Konzept

Aus den pädagogischen Richtlinien
des Agenda21-Arbeitskreises
"Naturspielräume Bonn"

Worum geht es uns?

Die Initiativgruppe "Naturspielräume" will das Projekt 'Aus Hecken werden Häuser - Die Grüne Spielstadt' im Sinne der Agenda21-Vorgaben weiterführen. Diese Modellanlage versteht sich als außerschulischer Lernort. Nicht einseitige Wissensvermittlung ist das primäre Ziel der Einrichtung, sondern die Anregung von Eigenaktivität im Sinne einer Selbsttätigkeit. Das Prinzip lautet: experimentierend, forschend und gestaltend lernen. Die sinnvolle Verknüpfung und ausgeglichene Balance zwischen Eigeninitiative der BesucherInnen und real umsetzbaren Handlungsvorgaben seitens der im Projekt aktiv tätigen MitarbeiterInnen stehen dabei im Vordergrund.

Auf der einen Seite stehen dabei die Bereiche Umweltwahrnehmung sowie Naturerfahrung mit allen Sinnen. Anleitende Pädagogen stellen gestalterische Ideen und Mittel zur Verfügung, die von interessierten Gruppen selber aufgegriffen werden sollen und im Idealfall bei den BesucherInnen zu einer Art "Selbstorganisation" des Lernens führen. Dabei bieten Input-, Ruhe-, Reflexions- und Verarbeitungsphasen sinnvolle Ergänzungen des pädagogischen Ansatzes.


Beispiele und Möglichkeiten:

  • Geschichten erfinden
  • Abenteuer-Landschaften
  • Maskenbau im Freien
  • Wasserwerkstätten
  • Lichttheater
  • Weidenbauprojekte
  • Skulpturenbau
  • Weidenflecht-Workshops
  • Workshops mit Künstlern
  • Experimentier- und Zukunftswerkstätten
  • Raum für Erholung und Performances
  • Leseveranstaltungen, Theaterworkshops
  • Workshops zu naturkundlichen Themen
  • Kindergipfel, alternative Kinderfeste
  • Workshops zum Verhältnis "wilde Natur"
    versus "gestaltete Natur"
  • Umweltbildung in Verbindung mit der Selbstorganisationskraft der Natur
  • Gartenraumgestaltungen
Verbunden werden soll das alles mit besonderen Erlebnissituationen und Aktionen auf einer anderen Ebene. Dabei wird der Handlungsrahmen zunächst von außen vorgegeben, ob und wie eigenständig weiteragiert werden kann, bleibt offen. Die Aufgabe, diesen Teilaspekt mit ansprechenden und spannenden Inhalten zu füllen, ist der Schwerpunkt der Anfang 2003 gegründeten Projektgruppe "Weidenr(o)ute". Grundlage des Konzeptes ist die Erkenntnis, dass Natur und Landschaft sowie die Rolle des Menschen am wirkungsvollsten in einer tätigen, handelnden Auseinandersetzung erfahren werden können. Dementsprechend z.B. auch die Spielidee in unserem Rollenspiel: Die Kinder schlüpfen in starke Rollenbilder und lösen in diesen Partien knifflige Aufgaben, um den durch einen zweifelhaften Zauberer bedrohte Wundergarten zu retten. Dabei üben sie sich darin, als Team für die Natur zusammen zu arbeiten. So kann mit "magischen" Mitteln die Perspektive gewechselt werden, um Umweltängste und handlungsverhindernde Frustrationen über real vorhandene Naturzerstörung erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wichtig für uns war auch der Erfolg der Mission: Der Kampf kann von den Kindern mit "eigenen Kräften" gewonnen werden.

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